Über mich

„Jeder Mensch soll Freude an sich selbst haben, und glücklich wer sie hat“ Goethe

Die Suche

Ich verfolge in meinem Leben seit ich Denken kann eine Suche. Das ist die Suche danach, mich in meinen Körper wieder ganz Zuhause zu fühlen, ihn wieder vollständig einzunehmen, genussvoll und lebendig ganz Körper zu sein, und mich in meinem Leben verbunden und frei zu fühlen.

Tanz und Theater

Dieser Wunsch führte mich schon als Kind zu Tanz und Bewegung. Ich erlebte dort spielerisch wie ich mit meinem Körper meine Gefühle, Phantasien und Träume ohne Wertung nach außen sichtbar machen konnte. Das Wunder der Verwandlung: „Ich kann das sein, oder das.“  Vielfalt, Ausdruck, Energie.

Im Theater erfuhr ich dann zusätzlich die Möglichkeit diesem Körper-Ausdruck Stimme zu verleihen. Die Verbindung von Bewegung, Stimme und Sprache wurde meine Leidenschaft. Also studierte ich Tanz, Körpertheater, Maskentheater, Tanztherapie und japanische Formen des Ausdruckstheater und-Tanzes.

Immer ging es um Ausdruck, Bühne, sichtbar werden, Sprache finden, Geschichten erzählen.

Der Körper diente mir als Instrument. Als Schauspielerin, Pädagogin und Regisseurin folgte ich diesem Pfad in 20 Jahren intensiver selbständiger Arbeit. Expression als Hauptziel. Für das Ungesagte Sprache, Ausdruck, Bilder finden.

Feldenkrais- Wandel der Perspektive

Mit Ende 30 kam ich in einer eigenen Körpertherapeutischen Erfahrung intensiv mit der Feldenkraismethode in Berührung. Ich lernte eine neue Qualität von Körperarbeit kennen. Nicht in erster Linie Raum greifenden Ausdruck (die äußeren Bewegungen waren eher klein und sanft), sondern den Fokus legen auf das Spüren von inneren Beziehungen und Zusammenhängen. Organisches Lernen, im eigenen Maß und ohne Druck. Mir Raum nehmen im Inneren statt im Äußerlichen.

Im Spüren entfalte ich meine Möglichkeiten

Ich machte in den Lektionen die Erfahrung, wie ich über das Loslassen von unbewussten Haltemustern in den achtsamen und langsamen Bewegungen in Verbindung zu mir kommen kann. Die Atem-/ Schulter- und Rückenprobleme, die vorher stets mein Leben begleitet hatten, verschwanden. Ich entdeckte Schritt für Schritt wie ich im Angenehmen und Leichten mein eigenes Maß finden, und mein Potential reifen lassen kann. Ohne jeglichen Druck. Es verblüffte mich zu entdecken wieviel ich unbewusst permanent gehalten hatte ohne es zu merken. Wie sehr ich mit meinem Willen gearbeitet hatte und nicht mit dem Spüren.

Ich lernte wie sich durch das konsequente Gehen dieses anderen Weges eine innere Ordnung und Natürlichkeit wieder herstellen lässt, mit der ich beweglicher, freudvoller und leichter meinen Alltag bewältigen kann, mit einem weiteren Horizont und mehr natürlicher und entspannter Selbst-Sicherheit im Körper..

Neben der Bühnenarbeit ist heute diese Feldenkraisarbeit für mich die intensivste und effektivste Arbeitsmethode mit Menschen geworden.

Präsenz 

Ich stelle mir und Anderen die Frage nach der Präsenz im Leben (s. Präsenzkurs). Für mich hat Präsenz aus meiner heutigen Sicht sehr viel mit dieser natürlich-verbundenen und bewussten Qualität des Handelns zu tun, und damit der Reduzierung von Zwang.

Das ist ein Lernprozess, der bei jedem verschieden ist. Menschen in diesem Prozess zu ermutigen und zu begleiten macht mir große Freude, weil ich es selber als so entlastend und bereichernd erfahren habe.

Ich unterrichte die Lektionen in verschiedenen Gruppenformaten, pur als Feldenkraisstunde oder auch in Kombination von Feldenkrais und Theater-/Präsenzarbeit.

Eigene Praxis

Bei mir Zuhause in Hagelberg (80 km südlich von Potsdam), wo ich mit meinem Mann und meinen beiden Kindern auf dem Land lebe, habe ich einen eigenen Praxisraum für die Einzelstunden in Funktionaler Integration eingerichtet, in dem ich Menschen individuell in ihren Themen mit meinem Händen begleite. (s. Einzelstunden) Ab Juni 2017 biete ich zusätzlich einmal im Monat donnerstags Einzelstunden in der Gemeinschaftspraxis „Josepha“ in Leipzig an.

Praxisraum

Spielerisch Lernen Lebenslang

Das ist für mich das Wunder in dieser Arbeit. Zu erleben, wie das spielerische Lernen  im Umgang mit sich selbst niemals endet, und ich täglich in meiner Praxis erleben darf wie Körper, Emotion und Gedanken in jeder Lebenssituation eine untrennbare Einheit bilden, die immer in Bewegung ist. Den Körper im Spiel mit mir selbst wieder als vielfältiges und freudvolles Zuhause zu erleben, und für das Verstummte ein Fühlen und eine Sprache zu finden, das ist es was ich Menschen in meiner Arbeit ermöglichen möchte.

 

Ausbildungen

  • 1992-1995 Vollzeitausbildung als staatlich anerkannte Lehrerin für Tanz in Hamburg Lola Rogge Schule
  • 1996 Halbjahrsstudium in Schauspieltechnik nach Jaques Lecoq an der Freien Theaterschule Hamburg
  • Schauspieleinzelarbeit mit Grotowskischülerin Ewa Schelliga
  • 1996-1998 berufsbegleitenden Fortbildung in Tanztherapie / Fe Reichelt in Frankfurt
  • September 1997-Februar 1998 Abschluss am Tschechow Schauspielseminar der Theaterwerkstatt Heidelberg
  • September 1999- Juli 2000 Weiterbildung in Schauspiel und Theaterregie nach Jacques Lecoq an der Kunsthochschule Utrecht im Internationalen Kurs für „International Theatre making and Performing“
  • 2012-2015 Ausbildung in der Feldenkraismethode „Bewusstheit durch Bewegung“ und „Funktionale Integration“ in Berlin unter der pädagogischen Leitung von Jeremy Krauss