Frauentheaterprojekt „Mut und Würde“

 

Mut und Würde – ein Theaterprojekt mit Frauen und Mädchen zwischen 14 und  84 Jahren

So fing es an.

11 befreundete alte Frauen buchten mich um ihr Leben mit Tanz- und Theaterimprovisationen aufzuarbeiten.

Ihr Spiel, die Tiefe ihres Ausdrucks rührten mich in seiner Intensität oft zu Tränen. Wir alle spürten die Kostbarkeit all dieser vielfältigen Lebenserfahrungen, die von Krieg, Hunger, Ehe, Erziehung, aber auch Aufbruch, Freiheitskampf und Selbständigkeit und der Suche nach der Würde des Alters geprägt waren.

Sie entschieden sich, diese persönlichen Erfahrungen und ihr weibliches Lebens-Wissen auf die Bühne zu bringen.

Gleichzeitig wuchs aber auch der Wunsch in ihrem Kreis nach einem sinnlich, kreativen und tiefen Austausch mit jüngeren Frauen.

Wie wäre es mit Frauen aller Generationen zusammenzukommen, um gemeinsam, aus der Perspektive aller ein Stück zu weben? Ein noch nie dagewesenes, zeitgenössisches Stück über das Leben, die weibliche Würde, die persönlichen Erfahrungen Mädchen und Frau zu sein im Kontext der verschiedenen Zeiten..

Ein Stück über Mut und Würde aus der Perspektive von Frauen.

Nun ist die Zeit reif dafür.

Das Ensemble des Augenblicks hat 20 Frauen und Mädchen eingeladen, sich mit diesen und vielen anderen Fragen rund um ihr weibliches Selbstbild und ihre Stellung in der Gesellschaft zu beschäftigen. Die Frauen sind zwischen 14 und 84 Jahren alt und kommen aus dem Osten Deutschlands genauso wie aus dem Westen.

2020 erarbeiten diese Frauen und Mädchen gemeinsam ein Theaterstück. Wir arbeiten intensiv mit der Feldenkraismethode, Maskenspiel, Tanz, Butoh, Kreativem Schreiben, Stimme und Sprache.

Das Oberthema ist „Die Bedeutung von Mut und Würde im Spiegel des eigenen Lebens und im Wandel der Zeiten“. Dabei entsteht das Stück aus den ganz eigenen Erfahrungen, die jede Frau im Laufe ihres Lebens gemacht hat.

 

Es erzählt so vom Mut, den es brauchte nach dem Krieg, das eigene Leben aufzubauen und vom inneren Kompass der Würde, den es brauchte um den eigenen Platz in der Gesellschaft / Gemeinschaft zu finden und zu behaupten. Es zeigt Mädchen und Frauen so wie sie sind in ihrer Kraft, ihrer Verletzlichkeit, ihrer Individualität und Vielfalt und auch mit ihren Schattenseiten. Es zeigt den Wandel der Zeiten im Spiegel der eigenen Entwicklung und im Austausch der Generationen. Ost-Frauen, und West-Frauen. Großmütter, Mütter, Jungfrauen und Töchter begegnen sich und entwickeln ihre brisanten und kraftvollen Aussagen zu den existenziellen gesellschaftlichen und privaten Fragen unserer Zeit.

Ab dem Sommer / Frühling 2020 arbeiten alle Gruppen gemeinsam an der Inszenierung, im Herbst 2020 findet dann die Premiere im Hohen Fläming statt. Gastspiele in Potsdam, Leipzig, Riesa und Dresden sollen folgen.

 

Das Projekt entsteht in einem Zusammenspiel aus Amateur-Theaterspielerinnen, professionellen Darstellerinnen und einem professionellen Leitungsteam aus Julia Strehler und der Dramaturgin Ulrike Lykke Langer.

Die Theatercompagnie Ensemble des Augenblicks wird seit 2011 von Julia Strehler geleitet. Sie erarbeitet darin freie Theaterproduktionen mit professionellen Darstellern und Laienspielern die grundsätzlich spartenübergreifend sind.

Die Inszenierungen umfassen sowohl historische Themen der Region Hoher Fläming („Legende Watzdorf“, „Im Namen der Freiheit“, „Das rote Tuch“), populäre klassische Theaterstücke („Sommernachtstraum“ und „Wie es euch gefällt“) sowie Stücke zu gesellschaftspolitsch aktuellen Themen („Der Brunnen“, „Das Geheimnis“).

 

Trägervereine für das Frauen-Projekt  sind der in Jahnishausen/Riesa ansässige Verein Academia Dantesca Jahnishausen e.V, den einige der Projektinitiatorinnen aus dem Kreis der alten Frauen mitbegründet haben, und der in Bad Belzig ansässige Respekt e.V.

Eine größere Tournee ist für 2021 geplant.